Qualifikation Warenwirtschaft

Betriebslogistik – ein interessanter Lehrberuf mit vielen Möglichkeiten

Wien-Cert_160pix_RGBDen Lehrberuf der Betriebslogistikkauffrau/-mann gibt es in Österreich erst seit 2001. In den letzten Jahren investierte das AMS einiges in die Ausbildung von Frauen und Männern, die im ersten und zweiten Bildungsweg diesen Beruf erlernten. Viele Betrieben wissen noch nicht, dass es diesen Lehrberuf überhaupt gibt. So gibt es nach wie vor nur wenige Betriebe die Lehrlinge ausbilden.

Doch die Tendenz ist steigend! Mit 900 ausgebildeten Personen ist der Markt noch lange nicht gesättigt. In letzter Zeit kommt vermehrt die Nachfrage nach professionell ausgebildeten Leuten für’s Lager.

DruckDer Beruf Lagerlogistik ist vor allem für SpäteinsteigerInnen und SchulabbrecherInnen sehr gut eignet. Ebenso für Personen mit Migrationshintergrund, da in den Lagern viele ZuwanderInnen erster und zweiter Generation arbeiten. Auch LKW-FahrerInnen kommen häufig aus Ländern im Osten und Süden, deshalb sind die Sprachkenntnisse dieser Menschen in diesem Beruf sehr hilfreich.

Derzeit gibt es ein vielseitiges Angebot an Ausbildungen für die obere und mittlere Führungsebene, jedoch sehr wenig für das gewerbliche Personal. Dies ist aber sehr wichtig, da dieses die Konzepte der Führungsebene verstehen und umsetzen muss. Genau an diese Personen wendet sich das Angebot des Vereines QuintLog.

Was ist Lagerlogistik?

Logistik (auch Warenbewegung) ist die
  • Planung,
  • Steuerung und
  • Kontrolle
von
  • Material-,
  • Personen-,
  • Energie-,
  • Finanz- und
  • Informationsflüssen.
Unter Logistik versteht man alle planerischen und ausführenden Maßnahmen sowie Instrumente zur Schaffung eines optimalen Material-, Wert- und Informationsflusses im Rahmen des Leistungserstellungsprozesses. Alle betrieblichen Aufgaben unterliegen dem Prozess der Logistik und immer geht es in erster Linie darum, das Richtige im richtigen Moment zu tun. Es bedeutet ein bewusstes Denken im Soll vor dem Sein, damit wird das kommende Sein vorbereitet.

Quelle: Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Logistik

Was machen LagerlogistikerInnen?

Das Aufgabengebiet von FachlageristInnen liegt in der Durchführung eines reibungslosen Warenflusses.

Dies betrifft primär die Bereiche

  • Warenannahme,
  • Warenpflege,
  • Auftragszusammenstellung,
  • Verpackung und
  • Ausliefern von Güter.

Somit sind LagerlogistikerInnen eine wichtige Schnittstelle zwischen Einkauf, Verkauf, Spedition und Frächtern, ohne die die Waren nie bei den KundInnen ankommen würde. Jedes Produkt ist zumindest einmal, meist jedoch mehrmals durch die Hände von LagerlogistikerInnen gegangen.

Was bedeuten die 6-R in der Logistik?

  • die Richtige Ware
  • zur Richtigen Zeit
  • am Richtigen Ort
  • in der Richtigen Menge
  • und der Richtigen Qualität
  • zum Richtigen Preis

Welche Anforderungen werden an LagerlogistikerInnen gestellt?

  • Interesse an logistischen Abläufen
  • In Zusammenhängen denken können
  • Fähigkeit „anpacken“ zu können und zu wollen
  • Selbstständig als auch im Team arbeiten können
  • Körperlich fit und belastbar
  • Verlässlichkeit und Verantwortungsbewußtsein
  • Gute Kommunikationsfähigkeiten

Welche logistischen Teilgebiete gibt es?

Logistikbereich Logistische Maßnahme
Beschaffungslogistik Optimale Beschaffung der Objekte
Lagerlogistik Standortwahl, Lagerorganisation, Lagertechnik
Produktionslogistik Gestaltung des Fertigungsprozesses
Transportlogistik Inner- und außerbetrieblicher Verkehr
Ersatzteillogistik Beschaffung und Bereithalten von Ersatzteilen
Instandhaltungslogistik Betriebsbereitschaft der Anlagen (Maschinen, Werkzeuge, Fördermittel, Fahrzeuge)
Distributionslogistik Übernahme aus Produktion, Weiterleiten an KundInnen
Entsorgungslogistik Kostengünstige, umweltverträgliche Entsorgung
Informationslogistik Informationsfluss, betriebsinterne und betriebsübergreifende Informationssysteme

 

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